Tourenberichte

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Wanderwoche Teneriffa (Wanderung)
Tourenleiter: Heidi + Heinz / Gäggeler
Datum: 28.-05.05.2020
Teilnehmer: 15

Erinnerungen an Teneriffa 2020 Ich erlaube mir, in diesen ruhigen Coronazeiten einige Gedanken und Erinnerungen zum Besten zu geben zu unserer geplanten und abgesagten Tourenwoche in Teneriffa. Es hätte eine Glanzveranstaltung auch aus Anlass von 75 Jahre SAC Grenchen werden sollen. Zudem war mit 18 angemeldeten Clubmitgliedern das Interesse sehr gross. Entsprechend gross war auch der Aufwand für Heidi und mich als Leiter dieser Tourenwoche. Tempi passati. Hier einige Erinnerungen. Da wir schon oft privat auf dieser Insel zum Wandern waren, wollten wir unsere Erfahrung auch einmal dem SAC Grenchen zugutekommen lassen. Immerhin hatten wir ja bereits erfolgreiche (wie wir meinen) Tourenwochen auf Mallorca, den Cinque Terre und auf Kreta geleitet. Um dem Programm den letzten Schliff zu verpassen, waren wir 2019 sogar noch zweimal dort! Wir hatten uns entschieden, als Ausgangspunkt die Nordseite der Insel (Puerto de la Cruz) zu wählen. Dort ist es zwar einige Grade weniger warm als auf der Südseite, der «Badeseite» in z.B. Adeje. Aber die Nordseite ist grün – im Gegensatz zur wüstenähnlichen Südseite - und speziell im Frühling ausserordentlich attraktiv zum Wandern. Es hat dort endemische Kiefernwälder mit ihren «unendlich langen» Nadeln, dank derer sie an Nebeltagen (die oft vorkommen) ihre Wasseraufnahme abdecken können. Selbstverständlich wollten wir auch den Höchsten der Insel, ja aller Kanaren und sogar von Spanien, den 3715 m hohen Vulkan Teide besteigen. Die Zahl der Besteigungen ist jedoch stark reglementiert; man muss sich bereits Monate vorher einschreiben und die Besteigung bezahlen (nahezu 100 CHF pro Person, inkl. Transport und Seilbahn). Alles war perfekt organisiert und die Besteigung -übrigens am 1. Mai – gesichert. Genauso organisiert war die Buchung (natürlich auch mit Vorfinanzierung) eines Bustransfers vom Flughafen zum Hotel und zurück (mehr als 100 km). Nicht zuletzt wollte das Hotel natürlich auch eine 20% Reservationsgebühr! Es war somit schon ziemlich viel Geld geflossen, bevor überhaupt gestartet wurde. Nun das Desaster: Ab Mitte März war klar, dass der Lockdown wegen Corona eine Durchführung der Tourenwoche verunmöglichte. Somit begannen die mühsamen, nahezu verzweifelten Bemühungen, soviel Geld wie möglich rückerstattet zu erhalten. Die Teidekosten wurden netterweise rasch rücküberwiesen. Die Hotelreservationskosten und der bereits bezahlte Bustransfer jedoch nicht: Trotz mehrfachen Kontaktversuchen: Blackbox – sprich null Reaktion! Diesen Teil der Kosten haben wir dann abgeschrieben und den TeilnehmerInnen in Rechnung gestellt. Eine Geschichte für sich sind die Flugkosten, immerhin ca. 8’000 CHF total. Auch diese waren bereits bezahlt. Mit Easyjet von Basel nach Teneriffa und Edelweiss zurück nach Zürich. Dieser Mix entstand, damit wir vernünftige Flugzeiten gehabt hätten. Wäre man mit Easyjet hin-und zurückgeflogen, wäre man sehr spät in Basel gelandet ohne eine ö.V, Verbindung nach Grenchen. Bei Edelweiss hätte man um 6 Uhr früh in Zürich abfliegen sollen (!!). Meine verzweifelten Versuche, die Kosten rückerstattet zu erhalten verliefen trotz etlichen Mailkontakten zuerst ergebnislos. Beide Airlines wollten mich überzeugen, dass man ja den Flug verschieben könne bis April 2021, oder dass man evtl. einen Voucher einlösen könne. Ich habe jeweils zunehmend unwirsch geantwortet, dass dies nicht möglich sei bei einer offiziellen Veranstaltung des SAC Grenchen im Jahresprogramm 2020. Zudem habe ich die Reise als Jubiläumsanlass deklariert. Nachdem dann EasyJet einen finalen Entscheid übermittelte, dass leider eine finanzielle Rückerstattung nicht möglich sei, habe ich meine letzte Trumpfkarte ausgespielt: Ich habe mit rechtlichen Schritten gedroht und mit Prof. Dr. Heinz W. Gäggeler unterschrieben (für irgendetwas hat man ja schliesslich seine akademischen Titel, oder?). Es war mir zwar peinlich, aber zwei Tage später hatte ich das Geld auf dem Konto. Mit Edelweiss, resp. Swiss, verläuft das Vorgehen mühsamer. Ich hatte zudem den Zusatzaufwand, dass wir in zwei Gruppen zurückfliegen wollten; am 5. Mai zu zehnt und am 12. Mai die restlichen acht. Eine Gruppe von 10 Personen läuft jedoch – was ich nicht wusste - unter Gruppenreisen: Dadurch musste ich Kontakt mit einer anderen Organisationseinheit aufnehmen als für den Antrag der acht! Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe nun endlich für beide Rückflüge die Zusage zur Rückerstattung erhalten, allerdings zu einem noch nicht definierten späteren Zeitpunkt. Es könnte durchaus Oktober werden. Somit endet für Heidi und mich ein Organisationsabenteuer der Extraklasse. Angesichts meiner autodidaktisch erworbenen Organisationskompetenzen habe ich mich entschieden, in meinem nächsten Leben den Beruf eines Reiseleiters zu wählen….!

Heinz Gäggeler

Der SAC Grenchen bedankt sich bei allen Inserenten:

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