Tourenberichte

zur Übersicht
Le Sentier du Rhône (Wanderung)
Tourenleiter: Monika Brown
Datum: 27.08.2025
Teilnehmer: 12

Eine TV-Dokumentation über den „Sentier du Rhône“, d.h. über den Weg entlang der Rhone von Genf bis an die Schweizergrenze hat mich für diese Wanderung inspiriert. Da wahrscheinlich die wenigsten von uns die Gegend um Genf kennen, habe ich mich für diese Tour entschieden. So trafen sich zu früher Morgenstunde zwölf Wanderfreudige zur ziemlich langen Zugfahrt nach Genf. Bevor wir den Bus bestiegen, hatten wir im Bahnhof noch genügend Zeit für Kaffee und Gipfeli. Die Originaltour beginnt eigentlich in La Jonction, was für uns aus zeitlichen Gründen nicht in Frage kam. Wir starteten also die Wanderung in Lignons Tours. Hier befindet sich das längste Gebäude der Schweiz (980 m) mit Baubeginn um 1962. Wir verliessen das urbane Genf und folgten einem Weg durch eine grüne Natur, die nichts mehr von der nahen Stadt erahnen liess. Eine Fussgängerbrücke führte über die Rhone, wo für uns die eigentliche Flusswanderung begann. Die Rhone verläuft schlangenförmig bis zum Staudamm von Verbois, von dort ziemlich gerade bis an die Grenze zu Frankreich. Von unserem Weg aus, mit kleinen Auf- und Abstiegen, gesäumt von Bäumen und Sträuchern, hatten wir meistens Sicht auf die Rhone, die in einem tiefen türkisblau gemächlich dahinfloss. Gegen Mittag erreichten wir das schmucke Dorf Aire-la-Ville, wo wir in der Epicerie unsere Mittagsrast geplant hatten. Wegen einer Panne der Telefongesellschaft war das kleine Geschäft vorher nicht erreichbar gewesen. Wir wurden trotzdem mit Kaffee und anderen Getränken bedient, nachdem wir unser Sandwich unter einem nahegelegenen Baum geniessen konnten. Schon bald mussten wir uns wieder auf den Weg machen, da ja bekanntlich der Zug nicht auf uns wartet. Mit der Überquerung des Staudamms bei Verbois erreichten wir die Nordseite der Rhone. Hier bot sich uns einerseits eine wunderbare Sicht auf die Rhone, die sich in einen grossen See verwandelt hatte. Auf der anderen Seite stürzten die Fluten ins Flussbett, um sich Richtung Mittelmeer auf den Weg zu machen. Um den Fischen den Durchgang durch die Barrage zu erleichtern, wurde eine grosse Fischtreppe angelegt. Trotzdem konnten wir Kormorane beobachten, die auf Fische warteten, welche den Weg durch die Turbinen nicht heil überstanden hatten. Der weitere Weg führte entlang eines grossen Naturschutzgebietes, wo wir aus Zeitgründen nicht halt machen konnten. Kurz vor La Plaine fliesst der Fluss Allandon in die Rhone, wo sich ein kleines Paradies gebildet hat, welches zum Verweilen eingeladen hätte. Nach einer Brückenüberquerung erreichten wir rasch das Dorf La Plaine, wo wir in einem Restaurant in Bahnhofnähe noch zu einem verdienten Getränk kamen. Obwohl die SBB zweimal die Platzzuteilung geändert hatte, erreichten wir unser Ziel Grenchen ohne Zwischenfälle. Diese Tour hat gezeigt, wie vielfältig die Schweiz ist und dass es sich lohnt, andere Regionen auszukundschaften. Vielen Dank an Sepp, der für diesen Bericht sehr schönen Fotos zur Verfügung gestellt hat.

Monika Brown

Fotos


Der SAC Grenchen bedankt sich bei allen Inserenten:

Schilt Elektro AG | Kümin Baumpflege | H. Häberli AG | Ski-Shop Ramser | Messmer Metallbau