| Flusswanderung Aare bei Bern (Wanderung) Tourenleiter: Bruno Henzi Datum: 30.07.2025 Teilnehmer: 12 |
Nach dem Kaffee und Gipfeli im Bistro beim Bahnhof begann die Flusswanderung zur Aare beim Bahnhof Rubigen und führte durch ein Einfamilienhausquartier zur nahen Hunzikenbrücke. Auf diesem lärmigen Abschnitt wird man von der nahen, lärmenden Autobahn A6 begleitet, welche Bern und Thun verbindet. Der Wanderweg im Schatten, mit groben Steinen übersäht und Wurzeln der Bäume von links und rechts. Es hiess Augen auf, nicht träumen beim Laufen. Immer wieder blieben unsere Schritte stehen. Der Fluss war schmutzig, führte Hochwasser, die Strömung war wild, unbezähmbar. Die Aare überschwemmte stellenweise den Uferweg, die Kneipp-Therapie begann. Schuhe aus, Schuhe an. Hosenbeine über die Knie hochkrempeln und wieder runterrollen. Die reinste Turnübung. Wasser treten fördert bekanntlich die Durchblutung und aktiviert den Stoffwechsel. Tümpel entlang des Weges waren mit saftigen Schilfgürteln begrünt und überwachsen. Nur vereinzelt hörten wir das Zwitschern der Vögel trotz dem wilden Rauschen der nahen Aare. Die Luft noch frisch. Wir begegneten anderen Wanderern, Joggern, Spaziergängern mit Hunden, Radfahrern und auch einem mutigen Schwimmer der von Thun bis ins Marzili schwamm und Bötlifahrern die sich von der Strömung treiben liessen. Je näher wir nach Bern kamen, desto lebendiger wurde die Umgebung. Auch der Biber hinterliess seine Spuren mit angenagten Bäumen. Vom nahen Flugplatz Belp startete hie und da ein Sportflugzeug oder eine Businessmaschine, die uns den Duft der grossen weiten Welt vorgaukelte. Die Stadt rückte näher, der Fluss blieb wild und stetig schmutzig. Kurz vor dem Ziel Bern legten wir eine Mittagspause ein und liessen uns im „Fähri-Beizli“ verwöhnen. Ein Highlight war der Weg zur Elfenau - eine ruhige Oase mit alten Bäumen und geheimnisvollen Pfaden. Dort bestiegen wir den Bus zum Bahnhof und die Bahn zurück nach Grenchen. Müde, aber glücklich, dass wir es ohne Unfall geschafft haben durch die vielen Pfützen zu stampfen. Ich danke allen die einander halfen beim Schuhe ab- und anziehen. - Wir sind halt einfach eine gute Gruppe! - Erfüllt von der Schönheit der Wanderung blicken wir zurück auf den Weg, auf die Stille des Morgens, das Lichtspiel auf dem Wasser und das Gefühl, dem Alltag für ein paar Stunden entronnen zu sein. Marianne Flüeli |
Fotos
![]() Aare hat Hochwasser | ![]() Auguetbrügg | ![]() Pic-Nic-Platz mit Fussbad | ![]() Eine Kneiptour |
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