Tourenberichte

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Wanderung zur alten Eibe bei Cremines (Wanderung)
Tourenleiter: Heidi Gäggeler
Datum: 14.06.2023
Teilnehmer: 8

Die Wetteraussichten tönten gar nicht nach Wonnemonat Mai: morgens noch Regen und zwar bis 1000 m als Schnee! Kalt war es zwar wegen der starken Bise, aber wir hatten den ganzen Tag über keinen Niederschlag. Wir besammeln uns um 9Uhr in Corcelles (656 m), die einen aus Richtung Moutier kommend, die anderen von Solothurn. Leider bietet Corcelles keine Beiz, so dass wir unverzüglich gemütlich auf einer Forststrasse Richtung Südosten hochsteigen. Zuerst über Wiesen, dann links am Bauernhof Aux Vaivres vorbei in den Wald. Bei der dritten Kurve auf 880 m gibts eine kurze Verschnaufpause und dann folgen wir rechts roten Markierungen kurz steil in den Canyon de Buement hinab. Wir staunen nicht schlecht ob der Märchenlandschaft, die uns in dieser "Unterwelt" erwartet! Der Canyonboden wird durch eindrückliche beidseitige Felsformationen eingerahmt und wir durchwandern nun in stetem Auf-und-Ab diese Landschaft. Die kurzen Abstiege sind oft etwas gschliferig, aber das stammt von den vergangenen Regentagen und nicht von der Topographie! Auf etwa 950m, kurz vor dem Verlassen des Canyons, können wir noch über zwei Leitern eine Eisgrotte aufsuchen - wir treffen jedoch nur noch auf nasse Felsoberflächen, von Eis keine Spur.Climate Change heisst die Begründung auf Neudeutsch. Nach Verlassen dieser Märchenwelt gehts dann noch kurz auf einem Waldweg weiter hoch bis ca 1000m, wo wir die Rucksäcke deponieren, um dann noch die letzten 40 Höhenmeter zum Tagesziel, der Vieille Dame de Cremines, sprich alte Eibe, zu erreichen. Die Dame sieht zwar durchaus etwas runzelig und "verdreht"aus, aber keinesfalls dick und behäbig! Sie soll etwa 1500 Jahre alt sein - unglaublich! In der Literatur kann man nachlesen, dass dieser Baum im Stamminnern 8 Jahrgänge habe pro mm. Weiter aussen seien es 2 pro mm. D.h. die Wachstumsrate muss somit extrem gering sein. Nachdem wir die Dame begutachtet und verabschiedet haben, gehen wir zurück zu den Rucksäcken und zur wohlverdienten Mittagsrast. Anschliessend steigen wir über offenes Wiesengelände weiter hoch auf die Krete (1179 m). Dort wandern wir zuerst ostwärts Richtung Walenmatt und dann auf der Zubringerstrasse (zum Glück nicht asphaltiert) hinunter nach Gänsbrunnen. Wir erlebten heute einen Überraschungstag in nächster Umgebung von Grenchen, der uns in ein Gelände führte, das uns allen unbekannt war! Warum denn in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah! Chapaux der Tourenleiterin, dieses Kleinod für uns zugänglich gemacht zu haben.

Heinz Gäggeler

Fotos


Der SAC Grenchen bedankt sich bei allen Inserenten:

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