Tourenberichte

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Weihnachtsskitourenwoche Safiental 2019 (Skitour)
Tourenleiter: Roman Allemann
Datum: 30.-03.01.2020
Teilnehmer: 10

0625 Grenchen ab. "Wer tut sich das am 26. Dezember freiwillig an?" ging mir beim Besteigen des Zuges durch den schlaftrunkenen Kopf. Aber schon rund 5/4 Stunden später im Zürcher Hauptbahnhof war die sechsköpfige Grenchner Delegation hellwach. Wir diskutierten gerade auf dem (leeren) Perron 6 wie die eine vergessene Lawinenschaufel zu ersetzen sei, als Dani Molliet's Handy klingelte und sich aus der Berner Gruppe Fabian Leimer meldete: Wo blibet dir? Mir si uf Gleis 9. Er fahrt i drü Minute! Wir hatten die Gleisänderung nicht mitbekommen. Gerade noch rechtzeitig, aber nach dem mit einem missmutigen Gesicht und durch Hängle mit der freien Hand begleiteten Pfiff der Kondukteurin waren wir zehn TourengängerInnen komplett. Zwar verstreut auf drei unterschiedliche Wagen, aber komplett. Von da an hiess es bis Versam teils stehen und sowieso mit Snowboard und Skis , Rucksäcken und Taschen Türen und Gänge blockieren und wir fragten uns schon, wer bei den SBB die Rollwagen konzipiert. Es scheint, als ginge man davon aus, dass der Homo Modernicus nur noch mit Smartphone und Gratiszeitung reisen würde. Ablagen und Skirechen suchten wir im neuen Doppelstöcker vergebens. Das Jammern legte sich hinter Versam aber bald, als wir im geräumigen Postauto die anfangs noch grüne Landschaft verliessen und auf der immer weisser werdenden Strasse hoch zum Turrahus auf rund 1600 m.ü.M schlängelten. Lagerbezug, Imbiss, ab in den Schnee! Eitel Sonnenschein, glitzriger Pulverschnee und blauer Himmel. So präsentierte sich uns die Bergwelt. Wer es kennt, weiss es: Von der Baumgrenze hinter Versam bis zuhinterst im Safiental: Endlose, sanfte Hänge mit Rinnen und Rücken ohne grosse Blöcke und Steine bieten auch bei einem Erheblich und mit wenig Unterlage schier endlose Abfahrtsmöglichkeiten. Ausser am zweiten Tag, an dem ein wenig Schnee und Niederschlag fiel, blieb das Wetter die ganze Zeit herrlich und warm. Abgesehen von der Tour aufs Bärahore. An diesem Tag gestaltete sich wegen des schattigen Aufstieges das Sonnen- Schattenstundenverhältnis 2:5. Da die Touren relativ kurz sind, gab es des Öfteren mehrere Aufstiege und trotzdem waren wir so um 15.00 / 15.30 Uhr zurück im Turrahus, spielten, diskutierten, lasen oder schliefen bis zum Znacht um 19 Uhr. Vom 28. Dezember an war die Unterkunft komplett ausgebucht. Das hiess für das alte Valserhaus rund 50 Gäste beherbergen. Auch wenn es sich nicht um eine SAC Hütte handelt, war es doch erstaunlich, eine gewisse Trendwende bei den Ernährungsgepflogenheiten zu beobachten: Von den erwähnten 50 Leuten waren 12 als Vegetarier gemeldet. Aus den vielen Diskussionen an den Tischen ringsherum gewann ich den Eindruck, dass in der einschlägigen Welt der Tourengängerinnen und -gänger ein Umdenken stattfindet oder zumindest anders über Natur und Umwelt diskutiert wird. Auch war es wohl meine erste Skitourenwoche, in welcher Kinder rumrannten, Babies weinten und vor dem Haus im Schnee Babystroller standen. Schauen wir doch mal, wie das nächstes Jahr in Italien ausschaut. Ein neuer Versuch Alpe Devero ist provisorisch geplant.

RA

Fotos


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